Über die Eigengesetzlichkeit der wissenschaftlichen Erkenntnissuche und den Wert der Wissenschaftsfreiheit herrscht gegenwärtig große Einigkeit. Uneinigkeit besteht aber bezüglich der Grundlagen, Gefährdungen und Grenzen akademischer Freiheitsrechte. Das zeigt sich besonders deutlich in der öffentlichen Debatte um die „Politisierung“ der Wissenschaft.
Der Vortrag widmet sich, ausgehend vom (selektiven) öffentlichen Interesse an den Gefährdungen der Wissenschaftsfreiheit, folgenden Fragen: Wozu ist das Gut der Wissenschaftsfreiheit eigentlich gut? Welche Formen von „Politisierung“ sind eigentlich schlecht (oder wohlmöglich doch gut) für die Wissenschaft? Ist Wissenschaftsfreiheit gleichzusetzen mit der Wertefreiheit der Wissenschaft? Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Freiheit der Wissenschaft und der Freiheitlichkeit der Gesellschaft?