Theoretische Philosophie

Der Arbeitsbereich Theoretische Philosophie ist in der Lehre vornehmlich mit drei Aufgaben befasst: Einübung der (formalen) Methoden der Philosophie, Einführung in ausgewählte zentrale Problemstellungen der Theoretischen Philosophie, Vorstellung einiger begrifflicher Grundlagen der >virtuellen< Lebensverhältnisse für alle Studierenden der Philosophischen Fakultät.

 

Methoden der Philosophie

Das Ziel besteht in der Vermittlung der Fertigkeit zum eigenständigen Argumentieren, zur Interpretation, Analyse und Beurteilung vorliegender Argumentationen sowie zur Klärung und Bildung von Begriffen und zur Beurteilung vorliegender Begriffsklärungs- bzw. Begriffsbildungsvorschläge.
Die grundlegenden Kenntnisse werden dabei zuvorderst in den Lehrveranstaltungen zur Logischen Propädeutik vermittelt. Die auf Grundlage der ersten fünf Kapitel des Skriptums Denkwerkzeuge durchgeführte Veranstaltung ist nicht als eine Standardeinführung in die Logik konzipiert. Ziel ist es vielmehr, den Studierenden die Werkzeuge der logischen Grammatik, der logischen Regeln und der elementaren meta-logischen Verfahren für den Einsatz in der „normalen“ philosophischen Praxis zugänglich zu machen und die Studierenden in den sicheren Gebrauch dieser Werkzeuge einzuüben. Zur Unterrichtung in den elementaren Verfahren der Begriffsbildung kommt sodann zusätzlich ein Skriptum zur Definitionslehre zum Einsatz. Die genannten Skripten sind abgestimmt mit den einschlägigen Kapiteln des Leitfadens Elementarkompetenzen. - Das soeben abgeschlossene Projekt „Logitrain 2.0“ aus dem Projekt „Integrierte Qualitätsentwicklung interdisziplinärer Studiengänge und polyvalenter Studienangebote an der Universität Greifswald“ dient der Programmierung eines Beweisassistenten für die Logische Propädeutik. Diese Ergänzung soll den Studierenden eine individuell nutzbare interaktive Lernhilfe an die Hand geben.

 

Problemstellungen der Theoretischen Philosophie

Die Anwendung der in der Logischen Propädeutik erworbenen Mittel auf Texte der philosophischen Tradition wird regelmäßig in anschließenden Lehrveranstaltungen eingeübt. Sie erfahren auch in allen Vorlesungen und Seminaren stoischen Einsatz, in denen die Studierenden mit ausgewählten zentralen Problemstellungen der Theoretischen Philosophie wieWahrheit, Referenz, Existenz vertraut gemacht werden. Das Lehrangebot in der Theoretischen Philosophie wird in Abstimmung mit der  Kulturphilosophie und Ästhetik unterbreitet.

 


Grundlagen >virtueller< Lebensverhältnisse

Der Arbeitsbereich Theoretische Philosophie war in den „General Studies“ viele Jahre für die „Analytische Kompetenz“ und die „Methoden derWissenschaft“ zuständig. Diese Veranstaltungen werden derzeit über eine auch am Institut für Philosophie angesiedelte Lehrkraft des Studiendekans abgewickelt. Dabei ist die Konzeption erhalten geblieben. – Weiterhin wird von Seiten der Theoretischen Philosophie jeweils im Wintersemester das Seminar „Kognition und Information“ für alle Studierenden der Philosophischen Fakultät angeboten. Im Zentrum stehen Fragen der Informationsverarbeitung. Auch für diese Veranstaltung steht ein Skriptum bereit.