Ästhetik und Kulturphilosophie

Die Lehre in diesem Bereich vermittelt anhand von Standardwerken unter anderem eine Übersicht über Grundfragen der Ästhetik wie auch der Philosophie der Kunst. Entsprechend ihrer Einbindung in den gesamten Kontext geisteswissenschaftlicher Lehre werden des Weiteren Veranstaltungen zu den ästhetischen Aspekten einzelner Gebiete der bildenden Kunst, der darstellenden Kunst, der Literatur, Musik und Architektur angeboten. Intellektuell wesentlicher als die Vermittlung allgemein orientierenden Wissens, dessen Kenntnis zumeist nicht mit einer angemessenen Ausbildung methodischer Kompetenz einhergeht, ist die exemplarische Auseinandersetzung mit systematisch wie historisch maßgeblichen Werken der Philosophie. Sie sind den Studierenden respektive ihrer argumentativen Differenzierung, aber auch ihres intuitiven Gehalts, andererseits respektive ihrer Werkform im Ganzen nahezubringen. In dieser Perspektive werden insbesondere Werke der antiken, der neuzeitlichen, vorrangig französischen und englischen Philosophie, ferner der zeitgenössischen Philosophie zu Themen in diesem Lehrbereich.

Auch kulturphilosophische Fragestellungen werden zumindest punktuell behandelt. In jüngster Zeit werden sie verstärkt in Einheit mit Themen der Ästhetik außereuropäischer Kulturen und den methodologischen Voraussetzungen interkultureller Philosophie berücksichtigt.

Angesichts der Aufgabe mittels drei Professuren den gesamten in- und externen Lehraufwand des Instituts zu bestreiten, kann sich die Lehre dieser Professur nicht darauf beschränken, Veranstaltungen lediglich im Bereich ihrer Denomination anzubieten. Da eine Kooptation zwischen dem Institut und der Professur für Umweltethik besteht, ist es angemessen, das Lehrangebot vorrangig dort mitzugestalten, wo theoretische Philosophie und Ästhetik einander berühren, unter anderem in den Bereichen der Philosophie der Wahrnehmung, der Sprachphilosophie und Semiotik, der Phänomenologie und Existenzphilosophie.

Dementsprechend wird in der Lehre der Professur explizit auf Methoden semiotischer, logischer und rhetorischer Analyse, phänomenologischer Variation, existentialer Deskription und hermeneutischer Exegese zurückgegriffen.